
Depression: heute schon ein wachsendes Problem für die Wirtschaft (KI-Bild: ChatGPT/Dall-E). Bildquelle: pte
Die weltweiten makroökonomischen Kosten von Depressionen werden die Wirtschaft bis 2050 um rund zwölf Bio. Dollar belasten. Das entspricht etwa 0,46 Prozent der jährlichen weltweiten Wirtschaftsleistung. Zu dem Schluss kommen Forscher der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).
Sinkende Produktivität
Die ökonomischen Folgen entstünden weniger durch Behandlungskosten als vielmehr durch geringere Erwerbsbeteiligung und sinkende Produktivität von Betroffenen. Die in „Nature Medicine“ publizierte Studie hat die wirtschaftlichen Folgen von Depressionen in 154 Ländern zwischen 2025 und 2050 analysiert.
Doch bei den prognostizierten zwölf Bio. Dollar Schaden dürfte es nicht bleiben. „Werden suizidbedingte Todesfälle, die auf Depressionen zurückzuführen sind, mit einbezogen, steigt der wirtschaftliche Schaden auf bis zu 14 Bio. Dollar„, unterstreichen die Wirtschaftsforscher in ihrer aktuellen Untersuchung.
„Die größten wirtschaftlichen Schäden entstehen in wohlhabenden Volkswirtschaften, wo Produktivitätsausfälle stärker ins Gewicht fallen“, so Klaus Prettner von der WU Wien. Die höchsten absoluten Kosten verzeichnen die USA, gefolgt von China und dem Vereinigten Königreich. Für Österreich seien es 45 Mrd. Dollar zwischen 2025 und 2050.
Quelle: pte




