Eine Alkoholkonsumstörung (AUD) ist ein Hauptfaktor für weltweite Behinderungen und Todesfälle. Eine Studie von Prof. Dr. Lorenz Deserno und Dr. Hilmar Zech vom Zentrum für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) mit 603 Teilnehmenden mit Alkoholkonsumstörung zeigt erstmals, dass Verhaltensänderungen in Smartphone-Spielen erhöhtem Alkoholkonsum vorausgehen.

Risikofreudigeres oder unüberlegteres Entscheidungsverhalten beim Gaming kündigte einen ansteigenden Konsum im Folgemonat an, während umgekehrt der Alkoholkonsum das Spielverhalten nicht beeinflusste.

Frühwarnsystem

“Wer im Spiel risikofreudiger oder unvorsichtiger war, hat im darauffolgenden Monat häufig mehr Alkohol konsumiert“, erklärt Hilmar Zech. „Und das hat uns schon überrascht. Nicht das Ergebnis an sich, denn so lauteten auch unsere Hypothesen. Aber dass wir diese Hypothesen mit unseren neuen smartphonebasierten und spielerischen gestalteten Messmethoden auf Anhieb belegen konnten, ist in der Forschung nicht oft der Fall.

Darauf will das Team nun aufbauen. Denn die Ergebnisse könnten dabei helfen, frühe Warnzeichen für Phasen mit erhöhtem Trinkrisiko zu erkennen und Betroffene künftig gezielt zu unterstützen.

Quelle: pte

Veröffentlicht am: 23. Oktober 2026Kategorien: KrankheitsbilderSchlagwörter: ,

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