
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Künstliche Intelligenz kann helfen, medizinische Inhalte lesbarer zu machen. Die Verbesserungen sind jedoch moderat und sollten einer genauen fachlichen Prüfung unterzogen werden. Das zeigt eine neue Studie der Hochschule Heilbronn.
Analyse
Analysiert wurden 60 medizinische Online-Artikel zu häufigen Erkrankungen und relevanten Gesundheitsthemen. Anschließend wurden die Texte mit vier großen Sprachmodellen, darunter ChatGPT und Microsoft Copilot, automatisch vereinfacht. Mithilfe etablierter Lesbarkeitsmaße wurde bewertet, wie gut die überarbeiteten Texte für Menschen ohne medizinische Kenntnisse verstanden werden können.
Ergebnisse
Die geprüften KI-Modelle konnten die Lesbarkeit insgesamt steigern. Für den privaten Einsatz, etwa wenn Laien selbst medizinische Texte mit KI vereinfachen möchten, ist die Methode daher nicht geeignet.
In diesem Zusammenhang macht die Nachwuchforscherin Amela Miftaroski auf Risiken aufmerksam: „Einige KI-generierte Texte enthielten Ungenauigkeiten oder ließen wichtige Kontextinformationen weg, die im medizinischen Umfeld zu Missverständnissen oder Fehlinformationen führen können“. Entsprechend betont die Nachwuchsforscherin: „Die KI kann die Texte vereinfachen, aber eine fachliche Überprüfung bleibt unerlässlich“.
Die Studie wurde im Journal JMIR AI veröffentlicht.
Quelle: Hochschule Heilbronn




