
Zocken: Nach Spielende kann sich die Stimmung drastisch ändern (Foto: Ribhav Agrawal, pixabay.com). Bildquelle: pte
Stundenlanges Computerspielen kann Gamer in eine Depression führen. Das haben polnische Forscher ermittelt. Sie haben das Gefühl der Leere untersucht, das mit dem Beenden eines fesselnden Computerspiels einhergeht, und eine Skala zur Messung der sogenannten „Post-Game-Depression“ entwickelt.
Durchgeführt wurden zwei Studien mit 373 Spielern. Die meisten Teilnehmer spielten täglich (28,1 %) oder fast täglich (41,4 %). Eingesetzt wurde die Messskala, um zu prüfen, ob sie funktioniert und ein schlüssiges Bild vom Zustand der Spieler wiedergibt. Die Teilnehmer füllten weiterhin Fragebögen zu Wohlbefinden und psychischer Gesundheit aus.
Problematik Rollenspiele
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Nutzer von Rollenspielen am anfälligsten für eine Post-Game-Depression sind. Hierbei haben die Spieler durch ihre Entscheidungen den größten Einfluss auf die Charakterentwicklung und bauen die stärksten Bindungen zu ihren Charakteren auf. Und je fesselnder die Spielwelt und je enger die Beziehung zum Charakter ist, desto schwieriger ist es, nach Beendigung des Spiels in die Realität zurückzukehren“, erklärt Psychologe Kamil Janowicz.
Die virtuelle Welt wird für viele Spieler zu einer so bedeutenden Quelle von Emotionen, dass die Rückkehr in den Alltag Zeit und geeignete psychologische Hilfsmittel erfordert“, weiß Janowicz. Game-Entwickler sollten die potenziellen Auswirkungen des Spielgeschehens daher mitberücksichtigen.
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Quelle: pte




