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Bei steigender Lebenserwartung in Deutschland wird die Zahl der Demenzfälle von heute etwa 1,3 auf bis zu 2,1 Millionen im Jahr 2060 steigen. Das zeigen aktuelle Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) in Kooperation mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln.
Zudem wird vom Wissenschaftlichen Institut der AOK ein massiver Rückgang der Erwerbsbevölkerung erwartet. Selbst in den günstigsten Szenarien der Modellrechnung steht den zunehmenden Demenz-Fallzahlen insbesondere in ländlichen Regionen mit einer alternden Bevölkerung ein deutlicher Rückgang der Erwerbsbevölkerung gegenüber.
Präventionsmaßnahmen
Der deutliche Zuwachs kann allerdings abgemildert werden, wenn es gelingt, die Rate der Demenz-Neuerkrankungen durch Präventionsmaßnahmen zu verringern. Nach heutigem Stand der Wissenschaft kann eine Verbesserung bei vielen verschiedenen Faktoren – unter anderem eine bessere Prävention von Bluthochdruck und Diabetes, aber auch ein höheres Bildungsniveau – dazu beitragen, dass etwa die Hälfte der Demenz-Neuerkrankungen vermieden werden kann.
„Unsere Ergebnisse zeigen klar: Demenz ist eine ganz konkrete Herausforderung auf kommunaler Ebene. Die regionalen Unterschiede werden größer. Darauf müssen sich Versorgungsstrukturen, Pflegeangebote und Kommunalpolitik einstellen“, verdeutlicht WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder.
Die Prognosen basieren auf einer eng gefassten Demenz-Falldefinition, in der reversible Fälle ausgeschlossen wurden. Es handelt sich also um konservative Schätzungen, die eher die untere Grenze der erwartbaren Fallzahlen darstellen dürften.
Quelle: pte




