
Bild von Marijana auf Pixabay
Klinische Behandlungen von Mädchen wegen Essstörungen steigen. Die Zahl der Fälle von 10- bis 17-Jährigen hat sich binnen 20 Jahren verdoppelt: von gut 2.800 im Jahr 2004 auf knapp 6.000 im Jahr.2024.
Behandlungen
Damit machten Mädchen in dieser Altersgruppe 2024 nahezu die Hälfte (48,1 %) aller wegen Essstörungen Behandelten aus, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. 2004 hatte ihr Anteil noch bei einem Viertel (24,9 %) gelegen.
Magersucht
Die Zahl der wegen Essstörungen Behandelten ist insgesamt leicht gestiegen. Im Jahr 2024 waren es 12.400 Fälle. Die häufigste Diagnose war 2024 Magersucht (Anorexie) mit 9.000 Behandlungsfällen vor Ess-Brech-Sucht (Bulimie) mit 1.300 Fällen.
Über alle Altersgruppen hinweg werden Mädchen und Frauen häufiger wegen Essstörungen stationär behandelt als Jungen beziehungsweise Männer. 11.500 oder 92,9 % der mit dieser Diagnose im Jahr 2024 Behandelten waren Frauen.
Methodische Hinweise: Bei den Daten aus der Krankenhausstatistik handelt es sich jeweils um die Zahl der stationären Behandlungsfälle. Mehrfachzählungen einer Person sind möglich, falls diese im jeweiligen Berichtsjahr aufgrund der gleichen Hauptdiagnose mehrfach stationär behandelt wurde. Essstörungen fallen unter die ICD-10-Diagnose F50.
Quelle: gesundheit adhoc




