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In Deutschland erhalten immer mehr Kinder und Jugendliche eine ADHS-Neudiagnose. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2024 einen Anstieg um 16 Prozent. Hochgerechnet wurde somit bundesweit bei rund 202.000 jungen Menschen erstmals ADHS diagnostiziert.
Geschlechterverteilung
Das ist das Ergebnis des aktuellen Kinder- und Jugendreports der DAK-Gesundheit. Besonders auffällig ist die Geschlechterverteilung: Jungen bekommen etwa doppelt so häufig eine Erstdiagnose wie Mädchen.
So erhielten 22,4 Jungen und 11,3 Mädchen je 1.000 Kinder und Jugendliche 2024 erstmals eine ADHS-Diagnose. Das entspricht hochgerechnet rund 136.500 Jungen und 65.000 Mädchen.
Der DAK-Kinder- und Jugendreport macht deutlich, dass die Krankheitshäufigkeit von ADHS bei Kindern auf einem hohen Niveau liegt: 5,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren 2024 mit einer ADHS-Diagnose wurden medizinisch versorgt. Das entspricht hochgerechnet rund 617.000 jungen Menschen in Deutschland – davon waren knapp ein Drittel in diesem Zeitraum erstmalig in Behandlung. Die Hälfte von ihnen erhielt eine Verschreibung von Medikamenten.
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse betont DAK-Chef Andreas Storm, wie wichtig eine stärkere Vernetzung in der Versorgung junger Menschen ist.
Weitere Informationen: dak.de/adhs
Quelle: ots / DAK-Gesundheit




