
Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay
Fast jeder Zweite schiebt Aufgaben vor sich her. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der hkk Krankenkasse unter rund 1.000 Erwachsenen in Deutschland.
Demnach ertappt sich knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) häufig dabei, Aufgaben aufzuschieben (prokrastinieren). 41 Prozent warten oft, bis sie „in der richtigen Stimmung“ sind, bevor sie mit der Arbeit beginnen. Jeweils 35 Prozent lassen sich beim Arbeiten schnell ablenken oder erledigen anstehende Aufgaben erst in letzter Minute.
Junge Erwachsene
Besonders ausgeprägt ist das Aufschiebeverhalten bei den 18- bis 34-Jährigen. 57 Prozent geben an, häufig Aufgaben zu vertagen. 55 Prozent lassen sich beim Arbeiten schnell ablenken, 51 Prozent erledigen anstehende Aufgaben meist erst auf den letzten Drücker.
Psychische Gesundheit
Die Ergebnisse zeigen zudem einen deutlichen Zusammenhang zwischen Aufschiebeverhalten und der Einschätzung der eigenen psychischen Gesundheit. Befragte, die ihren psychischen Gesundheitszustand als lediglich zufriedenstellend oder schlecht einschätzen, geben deutlich häufiger an, Aufgaben regelmäßig aufzuschieben, als Menschen mit guter oder sehr guter psychischer Gesundheit.
Einfache Strategien
Wer Aufgaben regelmäßig aufschiebt, kann mit einfachen Strategien gegensteuern. Hilfreich ist es, nicht auf den perfekten Moment oder die „richtige Stimmung“ zu warten, sondern bewusst mit einem kleinen Schritt zu beginnen. Feste Zeitfenster, möglichst wenig Ablenkung und realistische Ziele können den Einstieg zusätzlich erleichtern.




