
Kippen: Manche Schädigungen der Lunge bleiben dauerhaft (Foto: Gerd Altmann, pixabay.com). Bildquelle: pte
Eine aktuelle Studie der McGill University bietet neue Einblicke, warum Ex-Raucher weiterhin ein erhöhtes Risiko für Lungenerkrankungen haben. Danach regeneriert sich die Lunge von Rauchern trotz Rauchstopp oder jahrelanger Abstinenz nie wieder vollständig. So besteht weiter ein erhöhtes Risiko für Lungenerkrankungen.
Analyse
Analysiert wurden mehr als 100.000 Lungenzellen von 21 Personen: neun, die nie geraucht hatten, fünf aktuelle Raucher und sieben ehemalige Raucher. Die Daten erfassten die molekulare Aktivität in über 40 Lungenzelltypen und boten so ein sehr detailliertes Bild davon, wie die Lungen auf das Rauchen reagieren und wie sie sich nach dem Aufhören erholen.
Einige Lungenzellen erholten sich nach dem Rauchstopp, während andere dauerhafte Veränderungen in Genen zeigten, die mit Gewebestruktur, Immunfunktion und Gesundheit der Blutgefäße zusammenhängen. In einigen Fällen zeigten ehemalige Raucher molekulare Muster, die weder bei aktuellen Rauchern noch bei Menschen, die nie geraucht hatten, zu sehen waren, was darauf hindeutet, dass das Aufhören eine eigene biologische Spur in der Lunge hinterlässt.
Das Rauchen gilt weiterhin als eine der führenden Ursachen von vermeidbaren Todesfälle.
Die in „Translational Research“ publizierten Ergebnisse zeichnen eine der derzeit detailliertesten Darstellungen, wie sich der Rauchstopp auf der zellulären Ebene auf die Lunge auswirkt.
Quelle: pte




