
Bild Ralphs Fotos auf Pixabay
Eine Vielzahl von Patienten in Deutschland wird ambulant behandelt. Und das für nur 15 Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Zahlen sind Teil eines Faktenblattes, das die KBV jetzt aktualisiert hat.
Leistungen und Kosten
Auf dem Faktenblatt sind Leistungen und Kosten der ambulanten Gesundheitsversorgung aufgeführt. So gibt es in den rund 100.000 Praxen der Ärzte und Psychotherapeuten jeden Tag circa vier Millionen Arzt-Patienten-Kontakte und rund 600.000 Akut- und Notfallbehandlungen. Etwa 790.000 Menschen arbeiten in den Praxen und damit mehr als in der Autoindustrie.
Rund 50,1 Milliarden Euro standen im vorigen Jahr für die ambulante Versorgung bereit, wobei sich die Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf circa 336,4 Milliarden Euro beliefen. Größter Kostenblock waren die Krankenhäuser mit etwa 111,5 Milliarden Euro (33 Prozent).
Einsparpotentiale
Das Faktenblatt zeigt darüber hinaus Beispiele für Einsparpotentiale in der GKV auf. So werden aus den Beitragsgeldern der Versicherten jährlich rund 58 Milliarden Euro für versicherungsfremde Leistungen eingesetzt, zum Beispiel für Versicherungsbeiträge für Grundsicherungsempfänger und Investitionskosten für Krankenhäuser. Das sind Leistungen, die steuerfinanziert werden müssten.
Quelle: KBV-PraxisNachrichten




