Der Konsum von Cannabis steht mit Psychosen, Schlafstörungen, Entzugserscheinungen sowie Stimmungs- und Angststörungen in Verbindung. Eine neue randomisierte kontrollierte Studie hat vielversprechende Hinweise darauf gefunden, dass das Medikament zur Raucherentwöhnung Vareniclin (Chantix/Champix) Menschen mit Cannabiskonsumstörung (CUD) dabei helfen kann, den Cannabiskonsum zu reduzieren.

Zu diesem Ergebnis kommt eine randomisierte kontrollierte Studie der Medical University of South Carolina. Die Cannabissucht (CUD) wird teilweise aufgrund der kürzlichen Legalisierung in mehreren Ländern weltweit zu einem größeren Problem. Zusätzlich gibt es bisher keine Medikamente für eine Behandlung.

Studie

Teilnehmer der Studie waren 174 Teilnehmer mit CUD, die die Droge mindestens drei Mal in der Woche konsumieren. Sie erhielten zwölf Wochen lang nach dem Zufallsprinzip entweder Vareniclin oder ein Blindpräparat. Die Dosis betrug dabei ein Milligramm zwei Mal am Tag.

Ergebnisse

Vareniclin konnte bei Männern den Cannabiskonsum reduzieren. Bei den mit dem Arzneistoff behandelten Frauen war das nicht der Fall. Sie wiesen stärkere Entzugserscheinungen und mehr Angstgefühle auf. Das könnte an der geringeren Einhaltung der Einnahme des Medikaments liegen, heißt es.

Details sind in „Addiction“ veröffentlicht.

Quelle: pte

Veröffentlicht am: 20. Januar 2026Kategorien: Medizin aktuellSchlagwörter: ,

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