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Herzinfarkte in Deutschland werden nach einer aktuellen Datenauswertung des Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) weniger. Dies dürfte mit Lebensstilveränderungen wie Rauchverzicht und einer verbesserten medizinischen Behandlung der Risikofaktoren für Herzinfarkte zusammenhängen meint Helmut Schröder, Geschäftsführer des WIdO.
Geschlechterunterschied
Der Gesundheitsatlas schlüsselt die Daten zur Herzinfarkthäufigkeit auch nach Alter und Geschlecht auf. Die Auswertungen zeigen, dass die Herzinfarkt-Raten mit dem Alter deutlich ansteigen. Dabei gibt es einen deutlichen Geschlechterunterschied: In allen Altersgruppen sind Herzinfarkte bei Männern deutlich häufiger dokumentiert als bei Frauen. So lag die Herzinfarkt-Rate in der Gruppe der 85- bis 89-Jährigen bei 1.240 je 100.000 Männer, während nur 720 je 100.000 Frauen betroffen waren.
„Das könnte wiederum an Unterschiede in der Art und Intensität der Symptome liegen, sie führen oft dazu, dass ein Herzinfarkt bei Frauen nicht oder nicht rechtzeitig erkannt wird“, so Helmut Schröder.
Diabetes und Bluthochdruck
Gleichzeitig ist allerdings die Häufigkeit von Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck gestiegen, die jeweils Risikofaktoren für die Entstehung einer koronaren Herzkrankheit und das Auftreten von Herzinfarkten darstellen.
Aktuelle Daten für das Jahr 2024 zu 26 verschiedenen Erkrankungen
Die Website www.gesundheitsatlas-deutschland.de stellt Zahlen zu insgesamt 26 Erkrankungen dar, die jetzt aktualisiert und um das Datenjahr 2024 ergänzt worden sind.
Quelle: ots / WId0




