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Das Karzinom der Harnblase ist eine häufige Krebsart im höheren Lebensalter. In Deutschland wird die Erkrankung jährlich bei etwa 32.000 Menschen diagnostiziert, 3 von 4 Betroffenen sind Männer. Laut internationaler Umfrage sprechen gerade in Deutschland viele Betroffene kaum über die psychischen und emotionalen Belastungen ihrer Blasenkrebs-Erkrankung – während Urologen diese Zurückhaltung häufig unterschätzen.
Alternative Behandlungsmöglichkeiten
Rund 80 % der befragten Patienten mit nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs (NMIBC), denen die Harnblase entfernt wurde, wünschten sich alternative Behandlungsmöglichkeiten mit Blasenerhalt. Auch die befragten Urologen teilen diese Meinung: ca. 90 % gaben an, dass sie gerne alternative Behandlungsmöglichkeiten anbieten würden, die es ermöglichen, die Entfernung der Blase hinauszuzögern oder dies ganz zu vermeiden. Fast 40 % der Ärzte berichten sogar, dass sie die Empfehlung des Eingriffs rückblickend bereuen.
Mehr Aufklärung
Mehr als 8 von 10 Betroffenen wünschen sich zusätzlich, sie wären im Vorfeld besser auf die psychischen und emotionalen Auswirkungen der Behandlung vorbereitet gewesen. Dies verdeutlicht den hohen Stellenwert einer offenen und ungeschönten Kommunikation und Aufklärung. Auch rund um Behandlungsnebenwirkungen und Auswirkungen der Therapien auf den Lebensalltag von Erkrankten.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich: Blasenkrebs im frühen Stadium ist für viele Betroffene weit mehr als eine medizinische Diagnose. Gerade in Deutschland bestehen große Kommunikationslücken bei emotionalen und psychischen Belastungen, die häufig im Verborgenen bleiben.
Fazit: Mehr offener Dialog und hoher Bedarf an neuen Behandlungsmöglichkeiten.
Die Umfrage wurde vom Marktforschungsunternehmen The Harris Poll in Zusammenarbeit mit Johnson & Johnson sowie der International Bladder Cancer Group (IBCG), der World Bladder Cancer Patient Coalition (WBCPC) und dem Bladder Cancer Advocacy Network (BCAN) durchgeführt. Insgesamt nahmen 817 Patienten mit nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs (NMIBC) und 802 Urologen in sechs Ländern an der Umfrage teil: USA, Mexiko, Brasilien, Japan, Frankreich und Deutschland.
Quelle: ots / Johnson & Johnson




