
Bild von Dan Nelson auf Pixabay
Menschen mit Multipler Sklerose stehen insbesondere außerhalb größerer Städte häufig vor großen Herausforderungen: Lange Wege zu spezialisierten Zentren, begrenzte neurologische Versorgungsangebote und ein hoher organisatorischer Aufwand erschweren eine kontinuierliche Betreuung.
Pilotprojekt
Mit dem Projekt „Expertenwissen für Menschen mit MS im ländlichen Raum“ startet ein Pilotprojekt zur telemedizinischen Versorgung von Menschen mit Multipler Sklerose (MS). Ziel ist es, Patientinnen und Patienten in ländlichen und medizinisch unterversorgten Regionen einen besseren Zugang zu spezialisiertem medizinischem Fachwissen zu ermöglichen.
Das neue Projekt am Universitätsklinikum Dresden bringt neurologisches Expertenwissen auf kurzen Wegen direkt zu den Betroffenen. Im Mittelpunkt steht die telemedizinische Betreuung durch Ärzte des Multiple-Sklerose-Zentrums Dresden. Bereits zum Projektstart konnten erste Patientinnen und Patienten erfolgreich in das Angebot aufgenommen und digital beraten werden.
Partnerschaften
Für den Erfolg solcher Projekte sind starke Partnerschaften entscheidend. Beim Aufbau wichtiger Strukturen mit Hausärztinnen und Hausärzten wurde die Carus Consilium Sachsen GmbH eingebunden. Darüber hinaus unterstützen das Sächsische Krankenhaus Arnsdorf sowie die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband Sachsen e. V. das Vorhaben. Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung spielt die Gemeinnützige Hertie-Stiftung. Diese unterstützt das auf zwei Jahre angelegte Projekt finanziell im Rahmen der Initiative „mitMiSsion“.
Gerade für chronisch erkrankte Menschen ist es entscheidend, medizinische Expertise frühzeitig und kontinuierlich verfügbar zu machen. Moderne telemedizinische Ansätze eröffnen neue Möglichkeiten, die Versorgung patientenzentriert und wohnortnah zu gestalten.
Quelle: News Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden




