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Ein brisantes Thema: Profi-Fußballer haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen, insbesondere Demenzen. Der vermutlich entscheidende Faktor dabei: Kopfbälle. Doch was bedeutet das für Jugendliche, die regelmäßig im Verein Fußball spielen?
Studie
Mit dieser Frage hat sich die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Inga Körte am LMU Klinikum und ihr Team in einer groß angelegten Studie beschäftigt. Untersucht wurden in Jugendfußballspieler und, zum Vergleich, Teenagern, die kontaktarmen Sportarten wie Tennis nachgehen.
Ergebnis: Nach einer Saison fanden die Forscher keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen jugendlichen Fußballspielern und Jugendlichen aus kontaktarmen Sportarten in Kognition, Verhalten, Gleichgewicht, Hirnstruktur und -funktion. Auch die selbst berichtete Zahl der Kopfbälle war nicht mit Veränderungen in den untersuchten Parametern verbunden. Kurzum, so Körte: „Wer kompetitiv in diesem Alter Fußball spielt, bei dem zeigt eine weitere Saison Fußball keine wesentlichen Veränderungen des Gehirns.“
Keine Entwarnung
Eine langfristige Entwarnung bedeuten die neuen Ergebnisse aber nicht. Laut Inga Körte zeigt die bisherige weltweite Studienliteratur, dass häufiges Kopfballspiel langfristig nicht gut für das Gehirn ist. So waren einzelne Biomarker, die mit Hirnschädigung in Verbindung gebracht werden, am Anfang der Saison höher als in der Kontrollgruppe. Weitere Untersuchungen sind daher nötig.
Quelle: idw / LMU Klinikum




