
Haarverlust: lässt sich in vielen Fällen rückgängig machen (Foto: kalhh, pixabay.com). Bildquelle: pte
Kreisrunder Haarausfall bzw. Alopecia areata (AA) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise gesundes Gewebe angreift. Während Haarausfall für Außenstehende wie ein kosmetisches Problem erscheinen mag, können die Auswirkungen für Betroffene viel tiefgreifender sein und u. a. zu psychischen Problemen führen.
Therapie-Option
US-Wissenschaftler haben in ihrer Studie eine erfolgsversprechende Therapie-Option gefunden. So soll sich kreisrunder Haarausfall künftig mit Upadacitinib (Rinvoq) einem Medikament gegen rheumatoide Arthritis, bekämpfen lassen.
Studie
In zwei internationalen Phase-III-Studien mit 1.399 Teilnehmern zeigte sich, dass fast die Hälfte davon auf das Medikament ansprach. Nach 24 Wochen, in denen sie täglich 15 Milligramm (mg) Upadacitinib erhielten, waren so viele Haare nachgewachsen, dass wieder 80 Prozent der Kopfhaut bedeckt waren. Bei der 30-mg-Dosis stieg dieser Wert auf über 54 Prozent. Bei den Teilnehmern, die ein Placebo erhielten, stellte sich ein verstärkter Haarwuchs nur bei zwei Prozent ein.
Ergebnisse
Zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen zählten Akne, Erkältungen, Halsreizungen und Infektionen der oberen Atemwege. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten jedoch nur selten auf. Insgesamt zeigten diese Ergebnisse, dass Upadacitinib eine vielversprechende Behandlungsoption für Erwachsene und Jugendliche mit schwerer Alopecia areata darstelle und Millionen von Betroffenen die Aussicht auf ein starkes Haarwachstum eröffne, so die Forscher in der Fachzeitschrift „JAMA Dermatology“, in der sie ihre Forschungsergebnisse vorstellten.
Quelle: pte




