
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Anderthalb Jahre nach dem bundesweiten Start der elektronischen Patientenakte (ePA) erfolgt eine ernüchternde Bilanz: Die ePA ist der breiten Bevölkerung bekannt, bleibt jedoch für die meisten Menschen ohne praktische Bedeutung.
Keine Anreize
Die elektronische Patientenakte (ePA) sollte die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranbringen. Doch das System setzt weder für Krankenkassen noch für Arztpraxen und Apotheken ausreichende Anreize, die ePA zu einem besseren Versorgungsinstrument zu machen. Auch für Versicherte bleibt der konkrete Mehrwert begrenzt.
Eine aktuelle repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland zeigt: die flächendeckende Nutzung der ePA bleibt aus. 81,5 Prozent der Befragten kennen die ePA zwar, aber nur 23,5 Prozent geben an, sie auch zu nutzen. Eine Entwicklung, die sich seit der Einführung vor eineinhalb Jahren nur schleppend verbessert hat.
Während Gesundheits-Apps auf dem freien Markt mit praktischen Funktionen um Nutzer konkurrieren, fehlt der ePA dieser Innovationsdruck. Andere Apps erinnern an Termine, stellen Dokumente bereit oder machen Impfinformationen übersichtlich zugänglich.
Auch die ePA muss einen konkreten Beitrag zur Versorgung leisten, statt sich auf die Bereitstellung einer technischen Infrastruktur zu beschränken.
Quelle: ots / Pharma Deutschland e.V.




