Am 16. Oktober ist der „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“. An diesem Tag reichen die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr aus, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren. Bereits in den vergangenen Jahren fiel der Tag immer früher: 2024 war es der 31. Oktober, 2025 der 22. Oktober.

Finanzentwicklung

Der Zeitpunkt fällt in eine Woche, in der die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung ohnehin im Mittelpunkt steht: Der GKV-Schätzerkreis bewertet die aktuelle Einnahmen- und Ausgabenentwicklung und legt seine Prognose für das kommende Jahr vor. Seine Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes.

„Wir wissen sehr genau, wo die Probleme liegen. Es fehlt nicht an Analysen. Es fehlt an konsequenten Entscheidungen„, sagt Dr. Gertrud Demmler, Vorständin der SBK Siemens Betriebskrankenkasse. „Der Tag der Überlastung sollte deshalb nicht jedes Jahr nur ein neues Datum liefern. Er sollte zeigen, was sich seit dem vergangenen Jahr tatsächlich verändert hat.“

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat die Politik Maßnahmen beschlossen, die das Ausgabenwachstum begrenzen, die Einnahmen erhöht und die Beitragssätze kurzfristig stabilisieren sollen. Wesentliche Regelungen greifen ab 2027.

Quelle: ots / SBK Siemens Betriebskrankenkasse

Veröffentlicht am: 15. Oktober 2026Kategorien: FinanzenSchlagwörter:

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