Alkohol in der Schwangerschaft zählt zu den häufigsten vermeidbaren Ursachen für lebenslange gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Kindern. Eine aktuell durchgeführte Hochrechnung der AOK Baden-Württemberg zeigt nun in aller Deutlichkeit, welche wirtschaftliche Tragweite Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) für die Gesellschaft haben.

Kosten in Milliardenhöhe

Die Lebenszeitkosten eines betroffenen Menschen belaufen sich demnach auf rund 3,9 Millionen Euro. Hochgerechnet auf einen einzigen Geburtsjahrgang in Baden-Württemberg ergeben sich daraus Kosten von schätzungsweise 49,6 bis 53,1 Milliarden Euro.

Grundlage der Berechnungen sind unter anderem Daten aus dem AOK-Programm „Familienglück Plus“, das Frauen bereits bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft strukturiert berät und begleitet.

Dunkelziffer

Wie groß das tatsächliche Ausmaß von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist, lässt sich nur schwer beziffern. Studien deuten aber auf eine erhebliche Dunkelziffer hin. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) liegt der Anteil schwangerer Frauen, die Alkohol konsumieren, in manchen deutschen Regionen bei bis zu 38 Prozent.

Finanziert wurde die Studie von der AOK Baden-Württemberg; die Analyse selbst erfolgte unabhängig durch Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und wurde nach Peer-Review in der Fachzeitschrift Public Health veröffentlicht.

Quelle: News AOK Baden-Württemberg

Veröffentlicht am: 30. September 2026Kategorien: FinanzenSchlagwörter: ,

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